• Die Inbetriebnahme eines Verdampferkopfs

Die korrekte Inbetriebnahme eines Verdampferkopfs

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Auch wenn die Freude am neuen «Verdampfer» gross ist und man es kaum erwarten kann, diesen neuen Nebelwerfer endlich zu testen, lohnt es sich immer, sich die nötige Zeit für die Inbetriebnahme zu nehmen. Zu viele, zu schnell in Betrieb genommene Verdampferköpfe, bei welchen mehr Watte verbrannt als Liquids verdampft wurden, haben wir schon gesehen. Es lohnt sich – ehrlich. (Ric; E-Smoking.ch)

Die korrekte Inbetriebnahme eines Verdampferkopfs, immer «genügend Liquid am Coil» als auch die korrekt eingestellte Leistung sind das A und O für eine lange Lebensdauer des Verdampferkopfs.

Die Inbetriebnahme

Ein Verdampferkopf besteht aus einem Heizdraht, den kann man sich vorstellen wie den Glühfaden einer Glühbirne, und in den meisten Fällen ist Watte dafür zuständig, dass Liquid vom Tanksystem zum Heizdraht (Coil) geführt wird.

Selbst wenn ein Verdampferkopf optimal in Betrieb genommen wird und dieser während seiner Einsatzdauer jederzeit genügend Liquid am Coil hat, kann man nicht exakt sagen, wie lange die Lebensdauer sein wird. Die Lebensdauer eines Verdampferkopfs hängt nicht nur
von der korrekten Inbetriebnahme und den optimalen Leistungs-Einstellungen ab. Auch die Zusammensetzung des Liquids (Aroma-Komponenten, Süss- und Farbstoffe), die Qualität der vom Hersteller eingesetzten Watte und das Zugverhalten des Benutzers sind nur ein paar Punkte, welche ebenfalls mitentscheiden.

WICHTIG: Die Watte im Verdampferkopf muss während des Betriebs des Dampfgeräts, also beim Dampfen, immer mit Liquid vollgesogen sein. Wenn die Watte trocken läuft, der Draht aber zum Glühen gebracht wird, dann verbrennt im schlimmsten Fall die Watte, der Verdampferkopf kokelt (1) und muss ersetzt werden. Deshalb ist es auch bei Inbetriebnahme von entscheidender Bedeutung, dass die Watte vor der ersten Benutzung, richtig mit Liquid vollgesogen ist. Wir empfehlen bei allen neuen Verdampferköpfen, vor dem erstmaligen Einschrauben in den Verdampfer, direkt Liquid auf die Watte zu träufeln, damit sich diese schneller vollsaugen kann.

Vorsicht: Das Beträufeln der Watte mit 3-4 Tropfen Liquid bewirkt, dass die Watte aussen feucht ist und dadurch das Liquid schneller aufsaugen kann. Es wäre ein Irrtum zu denken, die Watte wäre komplett vollgesogen. Das benötigt ein bisschen Zeit.

Es gibt Dampfer, die tränken ihre Verdampferköpfe im Liquid, getreu dem Motto: «Lieber zu viel als zu wenig», mit der Konsequenz, dass der Verdampfer bei der Inbetriebnahme möglicherweise bei den ersten Zügen blubbert, dafür nimmt auf diesen Weg die Gefahr ab, das die Watte bei der Inbetriebnahme verbrannt wird.

Eine andere, oft von den Herstellern vorgeschlagene Methode für die Inbetriebnahme eines Verdampferkopfs ist, wenn wie eingangs erklärt die Watte des Verdampferkopfs zuerst mit 3-4 Tropfen Liquid beträufelt wird und nach dem Zusammenbauen des Verdampfers der gefüllte Verdampfer mindestens 15 Minuten stehen gelassen wird, damit der Verdampferkopf das Liquid aufsagen kann.

In beiden Fällen (viel oder wenig Liquid direkt auf die Watte träufeln) wird anschliessend der Verdampfer zusammengeschraubt, der Tank mit Liquid gefüllt, aber NOCHT NICHT IN BETRIEB GENOMMEN. Der gefüllte Verdampfer muss jetzt mindestens 15 Minuten ruhen, damit die Watte sich mit Liquid vollsaugen kann.

WICHTIG: Auch, wenn es beim ersten Mal kaum erwartet werden kann, das Dampfgerät in Betrieb zu nehmen, so glaubt es einfach: ES LOHNT SICH ZU WARTEN! Je nach Gerät, muss jetzt zuerst kontrolliert werden, ob die eingestellte Leistung auch für den eingesetzten Verdampferkopf und dessen Widerstand geeignet ist. Die entsprechenden Angaben findest du auf dem Verdampferkopf oder der Website des Herstellers.

Die richtige Leistung (Watt)

Wenn du einen Akkuträger hast, bei welchem die Leistung (Watt) oder auch andere Betriebsmodi eingestellt werden kann, dann ist es wichtig, vor der Inbetriebnahme zu prüfen, dass die Leistung für den ausgewählten Verdampferkopf korrekt eingestellt ist. Welches der beste Leistungsbereich ist, wird üblicherweise vom Hersteller auf den Verdampferkopf geschrieben und kann der Website des Herstellers entnommen werden.

Falls du ein AIO (All-In-One) Gerät in Betrieb nehmen willst, bei dem man die Leistung nicht verstellen kann, so kannst du diesen Schritt auslassen und den neuen Verdampferkopf in Betrieb nehmen.

Faustregel Leistungseinstellung (Watt): Der Heizdraht eines Verdampfers beginnt ab ca. 3.3 Volt zu glühen. Mit Leistungen bis zu 4.2 Volt können nahezu alle Verdampferköpfe noch genügend Liquid zuführen. Deshalb bei Unsicherheiten, wieviel Watt eingestellt werden soll, auf dem Akkuträger schauen, wie viel Spannung (Volt) denn mit der eingestellten Leistung (Watt) erreicht wird.

Leistung (Watt) und Spannung (Volt) unterliegen dem physikalischen Gesetz des Stroms. Wenn der Widerstand (Ohm) sinkt, muss die Leistung (Watt) erhöht werden, damit die Spannung (Volt) wieder gleich ist.

Die wichtigsten Punkte

  • Gib dem neuen Verdampferkopf genügend Zeit, sich mit Liquid voll zu saugen. Es lohnt sich. Diese paar Minuten entscheiden darüber, ob die Watte möglicherweise verbrannt wird oder eben nicht.
  • Achte darauf, dass du IMMER, und damit meine ich wirklich immer, 1-3 Millimeter Liquid im Tank hast. Mindestens so viel, dass die Löcher, durch die das Liquid von der Watte aufgesogen wird, im Liquid stehen.
  • Schalte dein Dampfgerät unterwegs, wenn du es in eine Tasche oder ähnliches stopfst, bitte aus. Mit 5-Mal schnell Klicken auf den Feuertaster kann man fast jedes Dampfgerät ein- und ausschalten. Das Ausschalten verhindert in erster Linie, dass der Feuertaster unabsichtlich betätigt wird, der Heizdraht des Verdampferkopfs dadurch unkontrolliert aufglüht, aber dabei niemand am Gerät zieht. Das kann ebenfalls dazu führen, dass die Watte verbrennt und somit der Verdampferkopf der Entsorgung zugeführt werden kann.
  • Zieht immer am Dampfgerät, wenn ihr den Feuertaster betätigt. Die Zugluft sorgt für die Abkühlung des Verdampfersystems und ebenso für den Nachfluss des Liquids zum Coil.

Wenig Liquid im Tank

Wenn du nicht mehr viel Liquid im Tank hast, aber keine Möglichkeit, den Tank aufzufüllen, so denke immer daran, das Liquid muss nachfliessen, die Watte muss feucht sein. Wenn du mit wenig Liquid im Tank dein Gerät zum Dampfen noch schräg in der Hand hältst, und das macht der gemeine Dampfer, dann kann das Liquid nur noch ca. über die Hälfte der verfügbaren Nachflussllöcher nachfliessen. Es besteht die akute Gefahr, dass die Watte trocken läuft. Dies kann verhindert werden, indem man zwischen den Zügen das Gerät entweder senkrecht hält oder hinstellt, so dass das übrige Liquid gleichmässig nachfliessen kann.

Zusammensetzung des Liquids

Die Inhaltsstoffe des Liquids, besonders die Aroma-, Farb- und Süssstoffe in einem Liquid sind ebenfalls entscheidend für die Lebensdauer des Verdampferkopfs. Es gibt Liquids, mit denen hält derselbe Verdampferkopf im selben Gerät doppelt oder halb so lange, je nach Sichtweise, wie mit einem anderen Liquid. Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe verkleben und belasten die Saugfähigkeit als auch den Nachfluss der Watte unterschiedlich. Deshalb liegt es in der Natur der Sache, dass gleiche Verdampferköpfe mit unterschiedlichen Liquids (meist auch noch unterschiedlichen Leistungseinstellungen) auch unterschiedlich lange Lebenszeiten haben. Die verschiedenen Inhaltsstoffe sind auch dafür verantwortlich, dass nicht jedes Liquid mit denselben Leistungseinstellungen gleich gut schmeckt. Unterschiedliche Siedepunkte der Aromakomponenten sind dafür verantwortlich, das gewisse Liquids mit weniger Leistung, andere mit mehr Leistung besser schmecken.

Mein Verdampferkopf kokelt?

Wenn du deinen Verdampferkopf zu schnell in Betrieb genommen hast, dieser zu wenig Liquid am Coil hatte oder die Leistung viel höher war, als es der Verdampferkopf ertragen kann, dann ist die Watte in aller Regel so verbrannt, dass der Verdampferkopf entsorgt werden muss. Setze einen neuen Verdampferkopf ein und nimm diesen bitte langsam in Betrieb.

Fazit

In fast allen Fällen, wenn ein Verdampferkopf nur wenige Züge oder Tage überlebt, liegt es an einer Fehlanwendung durch den Benutzer, und nur selten sind heute noch Streufehler in der Fabrikation dafür verantwortlich.

Zu wenig Liquid im Tank und ein dadurch gestörter Nachfluss ist die häufigste Fehlerursache für das schnelle Ableben eines Verdampferkops.

Gefolgt von zu viel Leistung oder komplett falschen Leistungseinstellungen (z.B.Temperatur Control mit falsch eingestellten Drahtlegierungen).

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